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Wahrzeichen St. Peter-Ordings sind die Pfahlbauten. An fünf Badestellen findet man sie: in Böhl, in Süd (Dorf), im Bad, in Ording-Süd und in Ording-Nord.

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Es sind ganz besondere 'Service-Stationen'. Zu ihnen gehören nämlich jeweils ein Restaurant (Seekiste, Lotti's Kajüte, Arche Noah, Doris Strandcafé Silbermöwe), eine Badekabine (Badeaufsicht und DLRG mit Funkgerät und Rettungsboot), eine öffentliche Toilette, eine öffentliche Telefonzelle und viele Strandkorbpodeste.

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Warum alles auf Pfählen stehen muß, wird meistens erst im Herbst, Winter oder Frühjahr deutlich. Im Sommer kann das Wasser der Nordsee auch zum Beispiel bei einer Springtide oder anhaltendem Nord-West-Wind höher steigen, so daß die Strandkörbe auf die Podeste in Sicherheit gebracht werden müssen. Wenn aber heftige Stürme die Flutwellen im Herbst, Winter oder Frühjahr noch verstärken, dann klatschen die Wellen schon mal an den Deich und lecken gierig an den Pfahlbauten.

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Hier laufen die Wellen auf die Buhne im Bad! Die Badbrücke ist überspült.

Wie hoch das Wasser bei den Sturmfluten stieg, kann man an den Flutpfählen, die an den Strandüberfahrten stehen, genau ablesen.

Strandsegler sind ein anderes Wahrzeichen unseres weiten, festen Sandstrandes. Bis zu 110km/h schnell können sie über die 'harte Piste' rasen.

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Die Entdeckung unserer Schwefelquelle im Kurmittelhaus hat zu dem langen Namen geführt: Nordseeheil- und Schwefelbad. Es ist schwefelhaltiges, heilendes Wasser aus größerer Tiefe. Dies ist in so großer Reinheit nur deshalb vorhanden, weil der darüberliegende Wattenboden wie ein großer Filter alle Verunreinigungen herausfiltert.

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Bekannt ist St.Peter-Ording auch durch die längste Vorlandbrücke an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins. 1015 Meter weit spannt sie sich im Ortsteil Bad von der Buhne auf ihren Stelzen über schützenswerte Salzwiesen.

Die seltenen Salzwiesen gehören zur Zone 1, das übrige Vorland zur Zone 2 und die Sanddünen zur Zone 3 unseres schleswig-holsteinischen Nationalparkes Wattenmeer. In St. Peter-Ording findet man alle drei typischen, schützenswerten Zonen vor. Dazu kommt noch ein sehr seltenes Brutgebiet des Sandregenpfeifers und der Zwergseeschwalbe. Das Gebiet des Nationalparkes beginnt 150 Meter seewärts von der Deichkrone aus gesehen.

Unsere Deiche bleiben so - das ist vor allem der Grasdeich in Böhl - unserem Eiderstedter bzw. friesischen Volkssport 'Boßeln' erhalten. Vor allem im Winter kann man die Boßel-Mannschaften bei ihren Kämpfen am Böhler Deich kilometerweit auf- und abwandern sehen.

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Unsere Deiche weisen ebenfalls Bemerkenswertes auf. Der erste Teerdeich wurde in Ording gebaut, weil es an Klei und an Grassoden für die obere Abdeckung fehlte. Inzwischen verfing sich Sand mit Pflanzensamen auf dem Deich und der Teerdeich sieht an einigen Stellen wie ein wogendes Schilfmeer aus.

Der Teerdeich vor dem Ortsteil Bad ist aus 'Schönheitsgründen' etwas niedriger (-damit den dahinterliegenden Gebäuden nicht die Sicht versperrt wird) und sogar mit hellen Kieselsteinen bestreut.

Ein kleines Stück - zwischen dem Wellenbad und dem Yachthafen der Strandsegler wird heute noch nur durch Dünen geschützt.

Die Geschichte der kleinen Ordinger Kirche ist ebenfalls einmalig. Die erste Kirche stand weit vor der heutigen Deichlinie und mußte dem steigenden Wasser weichen. Die zweite Kirche stand dort, wo heute der PKW-Parkplatz auf dem Strand ist. Sie mußte dem Sand (Wanderdünen) weichen, der sie unter sich begrub. Die dritte und heutige Kirche steht nun sicher auf einer kleinen Warft hinter dem großen Teerdeich. G.Pan'89/'95

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